Siquijor, Cebu, Philipphinen

Südlich von Cebu liegt die Insel Siquijor. Ich habe mich für diese Insel und gegen Oslob entschieden, da ich die Fütterung von Walhaien zu touristischen Zwecken nicht unterstützen möchte. Mehr dazu erfahrt ihr hier. Obwohl die Fotos mit den Walhaien toll aussehen, bin ich doch immer noch pro Tier und nicht pro Instagram-Foto. Ausserdem ist die Insel Siquijor eine unglaublich schöne Alternative. In diesem Beitrag werdet ihr sehen, warum die Insel mich verzaubert hat.

Siquijor hat keinen Flughafen aber mit der Fähre kommt man ganz einfach und innert 1-3 Stunden auf die Insel.

  • Dumaguete nach Siquijor: Fähre, 136-360 PHP (1 Stunde)
  • Santander nach Siquijor: Fähre, 200 PHP (2.5 Stunden)
  • Cebu City nach Siquijor: Fähre, 200 PHP (2 Stunden)

Auf der Insel gibt es zwei Hafen: Siquijor Town und Larena. Die meisten Fähren fahren aber Siquijor Town an.

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Tipp: bringt wie immer genug Bargeld mit! Das geht hier bei den wenigen ATM/Bankomaten nämlich gerne auch mal aus. Ausserdem sollte man sich hier nicht auf das Wifi verlassen wollen. Strom kann hier gerne mal ausgehen und die Wifi Signale sind meist eher schwach.

Mit dem Tricyle oder Jeepney kommt man zu seiner Unterkunft. Davon gibt es auch hier etwas für jedes Budget.

Übernachten:

  • Budget Hostel (ab 400 PHP)
  • Mittelklasse: Hotels (ab 1’000 PHP)
  • Luxus: Resorts (ab 5’500 PHP)

Wir waren im Chelle’s Guesthouse und im Charisma Beach Resort, welche auch Hostelzimmer anbieten.

Siquijor ist auch bekannt als Isla de Fuego (Feuerinsel), da die vielen Glühwürmchen die Insel zum Leuchten bringen, als ob sie brennen würde. Die Insel an sich ist klein aber fein. Ich war aber trotzdem 4 Tage da und mir war nie langweilig. Am besten ist es auch hier, wenn man sich einen Roller/Motorrad mietet. Die werden meisten gleich durch die Unterkünfte vermietet (ca. 400-500 PHP/Tag). Man kann sich natürlich auch einen Tricycle Fahrer für den Tag mieten, das kommt aber teurer (ca. 1000-1300 PHP/Tag), man ist etwas mehr an ein «Programm» gebunden und langsamer. Kommen wir nun zu den Dingen, die man sich auf jeden Fall ansehen sollte:

Cambugahay Falls

Ein wirklich beeindruckender Wasserfall, der über mehrere Ebene geht. Das Wasser ist blau und erfrischend. Wer sich wagt, kann sich mit dem Seil wie Tarzan schwingen und ins Wasser fallen lassen. Ich war zwei Mal hier. Einmal am Nachmittag und einmal am frühen Morgen. Ich empfehle euch, wie eigentlich fast immer, auch hier lieber etwas früher aufzustehen. Siquijor ist sonst eher verschlafen und überhaupt nicht touristisch, jedoch genau dieser Wasserfall ist bei den asiatischen Touristen beliebt. Deshalb zahlt man auch eine kleine Parkgebühr (20PHP) und der Wasserfall hat «Öffnungszeiten», welche von 07.30-17.30 Uhr sind. Wir sind um 7.00 Uhr morgens losgefahren und waren genau um 07.30 Uhr dort. Ausser ein paar Verkäufern, die auch gemerkt haben, dass man hier etwas verdienen kann, und dem Parkwächter war niemand sonst da. Wir hatten also den Wasserfall für eine Stunde für uns alleine – herrlich! Wer die Tarzanlianen benutzen möchte, muss leider auch etwas Geld in die Hand nehmen. Wie ihr sicherlich schon gemerkt habt, kostet bei den Cambugahay Falls alles etwas. Falls ihr lieber etwas mehr abendteuer möchtet, kann ich euch die Lugnason Falls wärmstens empfehlen.

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Lugnason Falls

Auch hier wird eine Parkgebühr (10PHP) verlangt, jedoch kann man sonst alles auf eigene Faust entdecken und die Lianen kosten nichts. Wir waren auch hier wieder zweimal hier. Beim ersten Mal waren wir für mehrere Stunden ganz alleine und beim zweiten Mal war da nur ein Päärchen, welches wir gleich für ein kleines Fotoshooting engagiert haben 😉

Der Wasserfall läuft in ein Pool, in den man mit der Liane oder auch direkt vom Wasserfall springen kann. Das Wasser ist blau, jedoch etwas trüb bzw. milchig. Der Wasserfall ist nur einer der ersten, der zu einem grösseren Trail der Zodiac Waterfalls gehört. Es gibt also noch weitere Wasserfälle, zu denen man wandern kann – alle ganz im Sinne der verschiedenen Sternzeichen. Der Wanderweg ist im Rahmen eines Kunstprojekts entstanden und es gibt Infotafeln, wo man etwas zu den jeweiligen Wasserfällen lesen kann. Wer also Zeit hat, sollte weiter hinaus, als nur bis zum ersten Wasserfall laufen, auch wenn dieser schon sehr beindruckend ist.

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Salagdoong Beach

Wahrscheinlich der beliebteste Strand auf Squijor (Parkgebühr 40PHP), denn hier kann man super Klippenspringen. Wer es etwas ruhiger angehen möchte, kann sich ein Kayak mieten und so die Küste erkunden. Ich muss gestehen, dass ich – verwöhnt von den vielen anderen philippinischen Stränden – diesen nicht so wunderschön fand. Die Kayaktour war aber mal eine etwas andere Weise die Insel zu erkunden und deshalb würde ich trotzdem wieder zum Salagdoong Beach kommen. Hier noch andere Strände, die bei unserem Besuch so gut wie leer waren:

  • Kagusuan Beach
  • Monkey Beach
  • Paliton Beach (mein Favorit)

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Die Strassen von Siquijor

Was mir am meisten Spass gemacht hat, war die Insel mit dem Scooter zu erkunden. Es gibt nicht viele Strassen auf Siquijor und die wenigen, die man befahren kann, waren echt spektakulär. Ich liebe es bei den kleinen süssen Häusern zu stoppen, die Gärten zu bewundern, die Hunde zu streicheln, frische Früchte an einem Stand am Strassenrand zu kaufen und mit den Einheimischen zu plaudern. Hier auf der Insel bewegt sich alles etwas langsamer (damit ist auch der Strassenverkehr gemeint), deshalb ist das Wort «Stress» hier inexistent.

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Nightlife

Es gibt nicht wirklich ein Nachleben auf Siquijor. Wir haben uns immer darüber lustig gemacht, dass die Insel um 21.00 Uhr «zu macht». Also ein perfekter Ort, um endlich mal das Buch fertig zu lesen, Kartenspiele zu spielen, Tagebuch zu führen, tiefgründige Gespräch zu führen und früh schlafen zu gehen und früh wieder aufzustehen. Jedoch kann es sein, dass du genau zu diesem Zeitpunkt da bist, wo die «grosse Party» stattfindet. Denn einmal im Monat soll hier in einem der wenigen Restaurants eine Party gefeiert werden, wo alle Einheimischen hingehen. Wir waren wirklich auch die einzigen Touris da und ziemlich auffällig. Die Filipinos singen und tanzen super gerne und sie haben es echt drauf. Diese Nacht war echt unglaublich toll mitzuerleben.

Essen

Ich war super überrascht, wie gut das Essen hier auf der Insel war! Ich muss zugeben, dass ich sonst leider bisher nicht so begeistert war – verwöhnt von Sri Lanka und Indonesien waren meine Ansprüche auch dementsprechend hoch. Hier, wo wir wirklich mit nichts gerechnet haben, waren wir umso mehr überrascht so leckeres Essen zu finden. Nicht verpassen, den Food Guide findet ihr nächsten Freitag hier auf dem Blog!

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