12 Tipps zum Hostel Leben – Südostasien Edition

Ich habe schon in unzähligen Hostels in Europa, Nord- und Südamerika und Asien übernachtet. Ich muss vielleicht noch sagen, dass es heutzutage auch Hostels gibt, die einen Hotelstandard aufweisen und es in Hostels auch Einzelzimmer gibt, wenn man zum Beispiel als Paar günstig unterwegs sein aber das Gemeinschaftsgefühl des Hostel Lebens nicht missen möchte. Informiert euch immer gut auf den Webseiten und schaut die Erfahrungsberichte von anderen an oder verlasst euch auf die Beiträge dazu hier auf dem Blog 😉

Ich habe oft in ganz günstigen Hostels (2-5 CHF/USD pro Nacht) übernachtet, da ich so lange wie möglich unterwegs sein wollte. Ich hätte mir für wenige CHF/USD auch ein Bett in neueren/moderneren/more fancy Hostels leisten können aber wer 2 CHF/USD pro Nacht drauf setzt (also 5-10 CHF/USD) zahlt, der könnte in einem anderen Hostel eine weitere Nacht bleiben. Ihr wisst was ich meine, oder?

Budget

Das wäre dann auch schon mein erster Tipp zum Hostel Leben.  Überlegt euch, was euch wichtig ist. Ist es euch egal, auch mal in einem älteren Hostel zu übernachten und dafür nur 2 CHF/USD zu zahlen und euch vielleicht ab und zu ein etwas schöneres Hostel zu gönnen oder seid ihr eher der Typ, der sich zwar kein Hotel leisten will aber dann doch eher ein Hostel der höheren Klasse buchen möchte. Was immer euer Herz begehrt und jedem das seine. Für beide Typen gilt: macht euch vorab ein Budget und berechnet, was ihr so für die Unterkünfte ausgeben möchtet.

Sicherheit

Als weibliche solo Reisende hatte ich nie Probleme in gemischten Schlafsälen zu übernachten. Die «Mitbewohner» waren alle immer ganz freundlich oder haben einem einfach in Ruhe gelassen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall immer die Reviews/Erfahrungsberichte auf den Webseiten zu lesen und ein paar einfach Verhaltensregeln zu beachten:

  • umziehen im Badezimmer
  • nicht im Handtuch herumlaufen
  • sich mit den Leuten im Zimmer bekannt machen und sie kennenlernen, damit man sie besser einschätzen kann
  • wissen, wo Hilfe zu finden wäre (24h Empfang?)
  • keine Leute mit ins Zimmer bringen, die nicht dort ein Bett gebucht haben (Standard Hostel Etikette)
  • sich nicht masslos betrinken (Wahrnehmungseinschränkung)

 

Locker

In den meisten Hostels gibt es Locker, in die ihr eure Wertsachen einschliessen könnt. Bringt aber immer selbst ein kleines Schloss mit, denn manchmal muss man sonst eines mieten. Auch praktisch ist es, wenn ihr eins mit Zahlenkombination wählt (da ging nämlich schon so mancher Schlüssel verloren…). Schliesst also den Pass, die elektronischen Geräte und alles was euch sonst so lieb ist ein, wenn ihr es nicht auf euch tragt. Als langjähriger Hostel Gast hatte ich bisher noch nie einen Zwischenfall, wo mir was weggekommen ist *klopft auf Holz* und das hat bestimmt auch etwas mit meiner Sorgfalt (und etwas Glück) zu tun.

Falls es keine Locker gibt, dass schliesst euren Rucksack ab (Doppelreisverschluss) und lasst auf jeden Fall nichts rumliegen.

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 Seidenschlafsack

Ich hatte immer einen mit dabei, habe ihn aber bisher nur einmal benutzt – aber, man weiss ja nie! Er ist klein und handlich und perfekt für tropische Temperaturen geeignet. Man weiss zum Teil halt nicht immer, ob die Bettlacken auch wirklich gewechselt oder nur das Bett neu gemacht wurde. Ich habe ihn auch schon als Decke im Flugzeug oder Bus benutzt. So ein Seidenschlafsack macht auch ein super Geschenk, für eure reiseenthusiastischen Freunde!

Adapter / Mehrfachstecker

Steckdosen können vor allem in manchen südostasiatischen, schon etwas älteren und dafür günstigeren Hostels knapp sein. Wir waren auch schon mal zu acht in einem Zimmer und haben uns eine Steckdose geteilt. Was ich oft mache, ist, dass ich 1. immer einen Adapter mitführe (obwohl Südostasien eigentlich die gleich zwei runden Stecker haben, wie oft auch in Europa) und 2. einen Mehrfachstecker, am besten noch mit einem etwas längeren Kabel dabeihabe. So könnten wir alle unsere Handys und Kameras laden und jeder war happy.

Wenn ihr eher in neueren Hostels übernachtet, hat meistens jeder bei seinem Bett eine eigene Steckdose und Nachtischlampe. Das sieht man meist auch bereits online auf den Seiten der Hostels.

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Mikrofasertuch

Auch hier kann es sein, dass du eines beim einchecken gratis zur Benutzung bekommst aber um sicher zu gehen empfehle ich auf jeden Fall das in diesem Beitrag erwähnte Mikrofasertuch mitzubringen.

Kulturbeutel und Shampoos

Wer im Hostel übernachtet, der teilt sich fast immer ein Badezimmer mit noch mindestens vier (meistens eher so 6-24) anderen Leuten die Nasszelle. Da ist es super, wenn man so wenig Kosmetik wie möglich mit hat und am besten einen Kulturbeutel bringt, den man aufhängen kann. Wer trotzdem gerne sein schöneres Kosmetiktäschchen mitnehmen möchte und lieber nicht «all in» geht und sich zum Beispiel einen Jack Wolfskin Kulturbeutel kauft, der kann auch einfach versuchen einen kleinen Karabiner durch den Reisverschluss zu ziehen und dann damit in der Dusche den Beutel aufzuhängen. Auch sehr nützlich, falls ihr nur mit Handgepäck reist, sind feste Shampoos und Seifen. Ich schwöre schon seit Jahren (auch zuhause) auf die gepressten Lush Shampoos. Die sind platzsparend, umweltfreundlich und ergiebig. Ich habe das Shampoo auch gleich als Körperdusch mitbenutzt. Natürlich gibt es auch von anderen Kosmetikmarken feste Shampoos. Achtet aber darauf, dass ihr dafür auch einen passenden Behälter kauft, damit es keine böse Überraschung im Kulturbeutel gibt.

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Schuhe

Auch ein universeller Hostel Tipp ist, wasserfeste Schuhe (Sandalen, Flipflops etc. mitzubringen. Die kann man dann super zum Duschen anziehen, da nicht alle Hostels super sauber gehalten sind bzw. in der Hochsaison das Personal auch gar nicht mehr mitkommt mit putzen.

Hier ein typisch südostasiatisches Badezimmer eines älteren Hostels.

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Socializing

Wer in Hostels übernachtet, der muss damit rechnen, dass man immer und immer wieder gefragt wird «Woher kommst du?», «Wo warst du schon?», «Wo gehst du noch hin?». Ich war noch nie in einem Hostel und habe keine Leute kennengelernt. Auch der introvertierteste und unsicherste Mensch wird in Hostels Bekanntschaften machen. Alle Leute sind gelassen, offen und neugierig auf Reisen. Sie suchen den Kontakt mit anderen und es haben sich schon wunderbare und langjährige Freundschaften darauf ergeben. Das ist die Magie des Hostel Lebens. Niemand bleibt alleine. Wer aber doch gerne mal etwas ruhe hat, der kann sich auch einfach mal in sein Bett zurückziehen und die Ohrstöpsel rein machen.

Party Hostels

Nirgends anders habe ich so viele Party Hostels gesehen wie in Südostasien! Wer also gerne schon um die Mittagszeit an Trinkspielen interessiert ist und bis in die Morgenstunden feiern möchte, der kommt hier ganz bestimmt auf seine Kosten! Am bekanntesten ist die Hostel Kette «Mad Monkey». Die gibt es fast in jedem grösseren Ort in Südostasien. Falls ihr also mit Feiern überhaupt nichts am Hut habt, dann schaut euch auf jeden Fall die Erfahrungsberichte an.

Örtlichkeit

Hostels gibt es in Südostasien wie Sand am Meer. Es ist deshalb wichtig auch auf die Location zu achten. Google Maps zeigt euch, ob es Restaurants in der Nähe gibt und wo die nächstgelegenen Sehenswürdigkeiten sind. Ich war einmal in einem Hostel, wo man über dunkle, holprige Seitenstrassen nur mit dem Roller/Tuktuk hingekommen ist und man 15min fahren musste, bis zum nächsten Restaurant – nie wieder. Ich informiere mich deshalb seither immer vorgängig über die Örtlichkeit der Unterkunft.

Seit spontan!

Etwas widersprüchlich, wenn ihr euch die oberen Punkte durchgelesen habt aber bitte vergesst nicht auch einfach mal spontan und planlos zu sein! Lasst euch mitreissen von der Energie der anderen, schliesst euch spontan Gruppen an, die etwas unternehmen wollen, verplant nicht jeden einzelnen Tag oder die ganze Reise. Hört immer auf euer Bauchgefühl und traut eurem Instinkt – dann wird’s schon schief gehen!

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