USA Reisetipps

Wie ihr wisst, waren die USA bereits für einige Zeit mein Zuhause. Deshalb dachte ich, dass ich euch noch ein paar Reisetipps dafür geben kann. Es gibt nämlich Dinge, die ich bei meiner ersten Amerikareise gerne gewusst hätte, bzw. die mein Leben ein bisschen einfacher gemacht hätten.

 

Flug

Es gibt unzählige Flüge in die USA aber nicht alle Airlines sind gleich. Es gibt zum Beispiel Airlines, wo man das Gepäck und Essen speziell dazu buchen muss. Ich war mal auf einem 9-stündigen Flug ohne Essen und war unglaublich froh, dass ich so viele Snacks eingepackt hatte. Generell bin ich aber sowieso nicht so der Fan vom Flugzeug-Essen und nehme mir gerne etwas selbstzubereitetes mit. Fazit: checkt beim Buchen unbedingt, was alles im Ticket inklusive ist!

Wer irgendwo ein Layover hat, also irgendwo zwischenlandet, der sollte genügend Zeit zwischen den Flügen rechnen. Oft muss man nämlich Terminal wechseln oder sogar sein Gepäck einsammeln und wieder neu aufgeben. Zudem ist es so, dass wenn ihr zum Beispiel über New York nach Los Angeles fliegt, ihr bereits am New Yorker Flughafen den ganzen Einreiseprozess (Immigration, Zoll etc.) durchlaufen müsst! Das kann Stunden dauern und ihr wollte euren Anschlussflug sicher nicht verpassen.

IMG_0025

Einreise

Viele Reisepässe können heutzutage mit dem ESTA (Electronic System for Travel Authorization) für 90 Tage in die USA einreisen. Das ESTA kann 6-8 Wochen vor der Reise beantragt werden. Für jedes Familienmitglied muss einzeln einen Antrag gestellt werden. Das ESTA kostet 14 USD und ist zwei Jahre gültig (solange der Reisepass nicht vorher erneuert werden muss). Wer länger in den USA bleiben möchte, der muss bei der Botschaft ein Visum beantragen. Das B1/B2 Visum erlaubt es einem für 6 Monate in den USA zu bleiben. Alle nötigen Infos zur Beantragung eines Visum findest du auf der Website der US-Botschaft.

Nach einem langen Flug möchte man eigentlich so schnell wie möglich ins Hotel oder einfach nur raus aus dem Flughafen. Der ganze Einreiseprozess dauert aber meistens ziemlich lange. Ihr hatte bisher nur einmal das Glück nur 40-minuten für die Einreise zu brauchen. Andere Male habe ich auch schon 2-3 Stunden gebraucht. Wichtig ist, dass ihr folgende Dinge beachtet:

  • Zollerklärung: Füllt das Formular bereits im Flugzeug aus (das wird euch dort ausgehändigt). Dafür braucht ihr Angaben wie Reisepass-Nummer, Hotelname und Adresse und natürlich auch einen Kugelschreiber 😉
  • Grund der Einreise: Oft werdet ihr mündlich nach dem Grund der Einreise und eurem Vorhaben im Land gefragt. Aussagen wie «wir reisen ein bisschen rum» kommen nicht so gut an. Sagt also lieber «wir haben einen Roadtrip durch die schönen Nationalparks geplant» oder etwas anderes konkreteres.
  • Ausreise: Den Behörden ist es äusserst wichtig, dass ihr auch wieder ausreist. Manchmal wollen sie die Flugticketbuchung der Rückreise sehen oder sie fragen, wann ihr ausreist. Achtet darauf, dass ihr das Datum der Ausreise auswendig wisst.
  • Englischkenntnisse: wenn ihr etwas nicht versteht, dann sagt es höflich «excuse me, I do not understand», und fragt, ob die Person es nochmals wiederholen kann «could you repeat that, please?» Seid einfach immer höflich, egal wie müde oder genervt ihr seid.
  • Automaten: es gibt bereits an vielen amerikanischen Flughäfen Automaten, wo ihr euren Pass scannen könnt, ein Foto macht, Fingerabdrücke gebt und ein paar Fragen zur Einreise beantworten müsst. Die Automaten kann man auf seine eigene Sprache einstellen, was das ganze erleichtert. Pro Person ein Automat, es sei denn ihr reist mit kleinen Kindern.
  • Handys: bitte unterlasst es, eure Handys vor den Beamten zu benutzen oder gar noch am Telefon zu hängen, wenn ihr an den Schalter kommt.

Das klingt jetzt vielleicht alles ziemlich abschreckend, aber wer sich an diese Tipps hält, der sollte keine Probleme bei der Einreise haben.

 

Kreditkarten*

In den USA ist das Hauptzahlungsmittel die Kreditkarte. Auch wenn der Betrag noch so klein ist, Bargeld wird nicht unbedingt gerne gesehen. Auch für den Autoausleih – dazu komme ich noch – braucht ihr eine Kreditkarte mit angemessener Limite. Wichtige Hinweise:

  • Pin kennen
  • Limite kennen
  • Ausgaben überprüfen
  • Notfall-/Sperrnummer kennen

Eine tolle Sache sind auch Reisekreditkarten. Mit diesen könnt ihr zum Beispiel kostenlos Bargeld abheben und bei vielen gibt es keine Jahresgebühr, die ihr bezahlen müsst. Man kann so also eine Menge Geld einsparen. Um die passende Reisekreditkarte für euch zu finden, empfehle ich euch die Webseite Reisekreditkarten-Vergleich.de zu nutzen. Dort sind die verschiedenen Optionen klar und übersichtlich aufgelistet, was euch die Entscheidungsfindung vereinfacht. Dem Tipp von Reisekreditkarten-Vergleich.de eine Ersatzkreditkarte mitzuführen stimme ich übrigens voll und ganz zu. In den USA ist Kreditkartenbetrug nicht unüblich und schon allein deshalb rate ich euch mindestens eine weitere Kreditkarte mitzunehmen. Praktisch sind auch Debitkarte, wo man vorgängig Geld darauf laden kann. Davon gibt es auch eine «Reiseversion» (siehe Link).

 

Automiete

Da das öffentlichen Verkehrsnetzt in den USA ziemlich bescheiden sind (Ausnahmen sind Städte wie z.B. New York mit sehr gutem Netz), ist das Auto oder der Camper das bevorzugte Fortbewegungsmittel. Das Fahrzeug mietet ihr am besten online (günstiger als Vorort). Dazu braucht ihr, wie bereits im vorgängigen Abschnitt erwähnt eine Kreditkarte mit entsprechender Limite. Denn bei der Onlinebuchung wird nur ein kleiner (Depot-) Betrag zurückgehalten und anschliessend beim Abholen des Autos die Gesamtsumme. Deshalb ist es wichtig, dass die Limite der Kreditkarte genug hoch ist, denn wer für einige Woche ein Auto oder Camper mietet, der zahlt schon so 2000-6000 USD.

Weitere Infos für eine freie Fahrt:

  • Bestandesfotos: macht auf jeden Fall immer Fotos oder Videos vom Fahrzeug am ersten Tag der Mietung. Dies kann im Fall einer späteren Beanstandung von Nutzen sein.
  • Internationaler Führerausweis: besorgt euch zuhause einen, wenn ihr einen längeren Aufenthalt plant.
  • Navigation: Ihr könnt euch entweder ein GPS zum Auto dazu mieten, die USA Karte oder einzelne Staaten auf euer Navi von zuhause laden, die Offline Karten auf Google Maps vorgängig herunterladen oder einfach eine USA SIM Karte besorgen, damit ihr Google Maps online nutzen könnt. Zu letzterem komme ich noch.
  • Tanken: Ich rate euch, vor allem auf Roadtrips, immer frühzeitig zu tanken, denn ich war auch schon mal 4 Stunden unterwegs ohne einer Tankstelle zu begegnen. Beim Tanken geht ihr am besten immer rein und sagt dem Personal an der Kasse, für wie viel ihr an welcher Säule tanken möchtet und bezahlt drinnen, denn an der Tanksäule wird nebst der Kreditkarte auch der ZIP Code (Postleitzahl) verlangt und europäische funktionieren da nicht.
  • Mautstrassen: Wenn ihr ein GPS nutzt, wo ihr Mautstrassen umfahren könnt, dann rate ich euch dies so einzustellen. Denn die Autos sind mit einem Chip versehen und beim Befahren der Mautstrasse werden automatisch die (zum Teil horrenden) Kosten dafür verrechnet. Später bei der Autorückgabe kann das Teuer werden. Ihr könnt aber auch beim Verleih gleich einen «Mautpass» dazu buchen.
  • Fahrstil: Aus meiner Erfahrung haben Leute an der Westküste einen sehr relaxten Fahrstil. Es wird nicht aufgefahren, Spurenwechsel sind auch bei 7-spurigem Verkehr kein Problem und denn Stau nehmen die meisten gelassen, denn den gibt’s eigentlich sowieso immer. Die Leute an der Ostküste hingegen haben einen etwas aggressiveren Fahrstil, nutzen die Blinker fast nie und Hupen gerne mal. Im Süden gibt es von allem ein bisschen aber hier fahren sie auch gerne mal ein bisschen schneller als erlaubt. Wie gesagt, dass sind meine persönlichen Eindrücke und natürlich kann man das nicht auf jeden einzelnen Einwohner der Gegend anwenden. Fahrt einfach vorsichtig und respektvoll.
  • Parkplätze: Die Parkfelder sind grosszügig bemessen, denn hier fahren viele einen SUV oder Trucks. Parkplätze am Strassenrand sind oft nicht am Boden gekennzeichnet aber es gibt Schilder wie «Parkieren verboten am Dienstag zwischen 8pm (20:00h) und 3am 03:00h)» oder dergleichen. Manchmal gibt es auch mehrere Schilder, wo man dann nach dem Ausschlussverfahren vorgehen muss, damit man weiss, wann man hier parken darf. Achtet aber darauf, dass ihr nicht unbefugt parkt, denn die Abschleppdrohungen auf den Schildern sind keine leere Drohungen.
  • Gadgets: Für Roadtrips nehme ich auch gerne meinen Autoladestecker mit, damit ich den Akku meines Handys während der Fahrt aufladen kann. Zudem sind noch nicht alle Autos mit Bluetooth ausgestattet, wo ein AUX Kabel zum Musik oder Podcast hören nützlich ist.

IMG_0724

Camping

Die USA sind ein toller Fleck für Campingfreunde. In Nationalparks und Nationalwälder gibt es viele kostengünstige oder sogar kostenlose Campingplätze. Zu viel erwarten, sollte man aber nicht, denn oft gibt es nur einen Tisch, eine Feuerstelle und ein «Plumpsklo». Praktisch ist aber, dass es in fast allen Supermärkten ein Klo gibt, welches man kostenlos benutzen kann. Natürlich gibt es auch besser ausgestattete Campingplätze mit Strom, Elektrizität, Duschen usw. Die sind aber natürlich auch ein bisschen teurer.

Die amerikanische Campingkultur ist generell eine andere, als die Europäische. Die meisten erkunden nämlich den Tag hindurch die Nationalparks und kommen dann spät abends nur zum Schlafen auf den Campingplatz. Tagsüber sieht man nur selten Leute vor ihren Campern sitzen.

Campingurlaub kann man übrigens auf ganz verschiedene Arten machen. Hier ein paar Möglichkeiten:

  • Zelten: Ein Zelt und Schlafsack in Walmart kostet einen fast nichts. Bitte schmeisst aber diese Dinge nach dem Urlaub nicht einfach weg, sondern bringt sie zu einem Donation Center wie zum Beispiel das von Goodwill.
  • Auto: Wer ein etwas grösseres Auto mietet, der kann ganz einfach die Rücksitze runterklappen, sich eine dünne Matte/Matratze bei Walmart kaufen und mit Badetüchern und Schals die Fenster abdunkeln. So spart ihr Geld, seid aber etwas geschützter als im Zelt.
  • Campervan: Die komfortabelste Option aber auch die teuerste. Mietet euch einfach einen Camper bei einem der vielen Verleihen.

Falls ihr nicht in der Nebensaison unterwegs seid, empfehle ich Campingplätze frühzeitig zu reservieren. Es kann nämlich in der Hauptsaison sein, dass alle Campingplätze nahe des Nationalparks ausgebucht sind.

Bitte denkt auch daran: Alles was ihr auspackt, wollt ihr wieder mitnehmen. Lasst also keinen Müll rumliegen und achtet darauf (nebst dem Fliegen und Autofahren) so umweltfreundlich wie möglich zu reisen.

0ec07f5e-3c4a-47df-a12f-203da2b09ab5

Hotels

Wer lieber in Hotels übernachtet als auf dem Campingplatz, der hat unendlich viele Optionen. Airbnbs, Motels und Hotels gibt es Unmengen! Es sollte also kein Problem sein, eines zu finden. Wer mit dem Auto unterwegs ist, tut sich einen Gefallen, wenn er die Parkmöglichkeiten vor dem Buchen checkt. In grösseren Städten sind Parkplätze rar und teuer. Ausserdem sollten Check-in/-out Zeiten beachtet werden.

IMG_0733

Wetter

Es kann schon mal vorkommen, dass Strassen, Wanderwege oder Parks infolge Wetter geschlossen werden. Google ist deshalb dein bester Freund und Helfer. 5 Minuten Internetrecherche können einem 5 Stunden Hin- und Rückweg sparen. Ja, da spricht jemand aus Erfahrung 😉

Annual Pass Nationalparks

Wie bereits hier erwähnt, gibt es für rund 80 USD einen Jahrespass, der einem Zutritt zu den Nationalparks gewährt, ohne die einzelnen Eintrittsgebühren zahlen zu müssen. Der Pass lohnt sich bereits ab dem zweiten Nationalparkbesuch!

IMG_0936

SIM-Karte

Natürlich gibt es fast überall kostenloses Wifi, doch manchmal ist es einfach praktisch kurz etwas unterwegs nachschauen zu können. Bei mir kam die SIM-Karte auf meiner letzten 2-monatigen Reise durch die USA vor allem beim Navigieren viel zum Einsatz. Das beste Netz hatte ich bisher mit dem Anbieter AT&T. Dort kann man sich im Laden eine Prepaid SIM-Karte holen (35USD = 1 GB, 50 USD = 8 GB, 65 USD = unlimitierte GB).

 

Waschsalons

Als ich lediglich mit meinem Rucksack durch die USA gereist bin, musste ich fast jede Woche oder jede zweite Woche meine Wäsche waschen. Zum Glück gibt es in jedem Ort mindestens einen Wachsalon, wo man Waschmaschine und Trockner nutzen kann. Dafür benötigt ihr Quarters (0.25 USD Münzen), die ihr direkt an der Waschmaschine/am Trockner runterwerfen könnt. Das Waschmittel kann man im Waschsalon dazukaufen oder sich im Supermarkt selbst holen. Es gibt übrigens auch extra kleine Waschmittelflaschen zu kaufen (wo doch sonst in den USA immer alles so überdimensional gross ist).

IMG_0096.PNG

Falls ihr noch weitere Tipps habt, dann schreibt sie in die Kommentare, damit auch andere davon profitieren können.

 

*Bezahlte Werbung. Dieser Abschnitt ist als Kooperation mit Reisekreditkarten-Vergleich.de entstanden.